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Zecken beim Hund

Kleine Blutsauger – großes Risiko. Erkennen, richtig handeln und vorbeugen.

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So sieht eine Zecke aus

  • Größe: nüchtern etwa 2–4 mm, vollgesogen deutlich größer.
  • Farbe: braun bis dunkelbraun.
  • Acht Beine, flacher Körper.
  • Setzt sich an dünnhäutigen Stellen fest.
  • Beliebte Stellen: Kopf, Hals, Achseln, Zwischenzehen.

Lebenszyklus

Ei
Aus dem Ei schlüpfen nach einiger Zeit Larven.
Larve
Larven und Nymphen saugen ebenfalls Blut.
Nymphe
Das Zwischenstadium vor der erwachsenen Zecke. Sie saugt Blut und häutet sich anschließend.
Erwachsene Zecke
Die geschlechtsreife Zecke saugt Blut, paart sich und legt Eier.
Die Entwicklung kann, je nach Temperatur und Feuchtigkeit, viele Monate bis Jahre dauern. Bei milder Witterung werden Zecken besonders aktiv.

Woher kommen Zecken?

  • Gräser, Wiesen und Waldränder
  • Gebüsch, Unterholz und Laub
  • Gärten und Parks
  • Milde Winter verlängern die Zeckensaison.
Besonders aktiv:
Frühling bis Herbst. An milden Tagen oft fast ganzjährig.

Typische Anzeichen

  • Sichtbare Zecke in der Haut
  • Rötung oder kleine Schwellung an der Einstichstelle
  • Lecken, Knabbern oder Kratzen an einer Stelle
  • Empfindlichkeit beim Berühren
  • Bei übertragener Krankheit möglich: Fieber, Mattigkeit, Lahmheit

Krankheiten, die Zecken übertragen können

Borreliose
Kann unter anderem Fieber, Lahmheit und Gelenkbeschwerden auslösen.
Anaplasmose
Möglich sind Fieber, Mattigkeit und Blutbildveränderungen.
Babesiose
Auch „Hundemalaria“ genannt. Kann sehr ernst verlaufen.
Ehrlichiose
Betrifft vor allem das Blut- und Immunsystem.
FSME-Viren
Selten, in Risikogebieten.
Wichtig:
Nicht jede Zecke trägt Krankheitserreger. Zeigt Ihr Hund nach einem Zeckenbiss Fieber, Appetitlosigkeit oder Lahmheit, sollte er tierärztlich untersucht werden.

Zecken in der Umgebung

  • Zecken warten oft auf Grashalmen oder niedrigen Pflanzen.
  • Sie springen nicht und fliegen nicht.
  • Nach Spaziergängen sollten Hund und Fell gründlich abgesucht werden.
  • Auch der eigene Garten kann ein Zeckenrevier sein.

Was können Sie tun?

  • Den Hund nach jedem Spaziergang absuchen.
  • Die Zecke möglichst früh entfernen.
  • Zeckenzange, Zeckenkarte oder Zeckenhaken verwenden.
  • Vorbeugung mit Spot-on, Tablette oder Halsband, in Absprache mit der Tierarztpraxis.
  • Die Bissstelle beobachten.
  • Bei Auffälligkeiten die Tierarztpraxis kontaktieren.

Zecke richtig entfernen

  1. Die Zecke hautnah fassen (mit Zeckenzange, Karte oder Haken).
  2. Langsam und gleichmäßig herausziehen.
  3. Die Stelle desinfizieren und beobachten.
  4. Bei Entzündung oder Unwohlsein zur Tierarztpraxis.
Wichtiger Hinweis: Keine Hausmittel!
  • Zecken nicht mit Öl, Kleber, Nagellack oder Alkohol betäuben.
  • Nicht quetschen.
  • Ruhig, hautnah und möglichst vollständig herausziehen.

Das Infoblatt zum Speichern und Teilen

Alexandra hat dieses Thema auch als Infoblatt gestaltet. Antippen zeigt es in voller Größe; speichern und weiterschicken dürfen Sie es gern.

Infoblatt „Zecken beim Hund“ von Hundewegweiser: Aussehen, Lebenszyklus, Anzeichen, Krankheiten, Vorbeugung und richtiges Entfernen der Zecke.

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Diese Hinweise ersetzen keine tierärztliche Untersuchung. Bei Beschwerden oder im Zweifel wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis, im Notfall an eine Tierklinik (siehe Nützliche Kontakte). Möchten Sie etwas in Ruhe besprechen? Mehr unter Beratung.

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