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Flöhe beim Hund

Kleine Plagegeister – große Wirkung. Erkennen, richtig handeln und vorbeugen.

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So sieht ein Floh aus

  • Größe: 1–4 mm
  • Farbe: rötlich-braun
  • Seitlich abgeflachter Körper
  • Sehr gute Sprungkraft (bis zu 25 cm hoch)
  • Mit kräftigen Hinterbeinen

Lebenszyklus

Ei (0,5 mm)
Fällt vom Hund in die Umgebung.
Larve (1–5 mm)
Lebt in der Umgebung (z. B. Teppich, Körbchen, Ritzen). Ernährt sich von organischem Material (z. B. Hautschuppen und eingetrocknetem Blut).
Puppe im Kokon (ca. 5 mm)
Liegt in einem schützenden Kokon. Kann mehrere Monate überdauern, teilweise über 6 Monate.
Erwachsener Floh (1–4 mm)
Lebt auf dem Hund und saugt Blut.
Unter optimalen Bedingungen entwickelt sich der Floh in etwa 2–4 Wochen. Die Puppen können jedoch im Kokon monatelang überdauern.

Woher kommen Flöhe?

  • Kontakt mit anderen Tieren (z. B. bei Spaziergängen)
  • Umgebung (Wiesen, Gebüsch, Parks, Wald)
  • Eingeschleppt über andere Haustiere (z. B. Katze), Kleidung oder Schuhe
Besonders im Herbst:
Im Herbst sind viele Jungigel unterwegs und treffen sich oft an Futterstellen. Igel tragen häufig Flöhe, die auf Hunde übergehen können.

Typische Anzeichen

  • Starker Juckreiz, häufiges Kratzen
  • Unruhiges Verhalten
  • Lecken oder Beißen an bestimmten Stellen
  • Rötungen, kleine Pusteln oder Krusten
  • Haarausfall an betroffenen Stellen
  • Sichtbare Flöhe im Fell
  • „Flohkot“ (kleine, dunkle Punkte)
Flohkot erkennen:
Die schwarzen Punkte werden auf einem weißen Tuch mit etwas Wasser rötlich.

Gesundheitsrisiken

  • Hautreizungen und Entzündungen durch den Speichel der Flöhe
  • Allergische Reaktionen (Flohspeichel-Allergie, FAD)
  • Übertragung von Bandwürmern (Dipylidium caninum)
  • Bei starkem Befall: Blutarmut (vor allem bei Welpen, älteren oder kranken Hunden)

Flöhe in der Umgebung

Der größte Teil der Flohpopulation (über 90 %) befindet sich nicht auf dem Hund, sondern in der Umgebung: z. B. in Körbchen, Decken, Teppichen, Polstern, Ritzen oder im Garten.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur den Hund, sondern auch die Umgebung gründlich zu behandeln und regelmäßig zu reinigen.

Was können Sie tun?

  • Den Hund regelmäßig absuchen (auch an Bauch, Innenschenkeln und Rute).
  • Einen Flohkamm verwenden (Flöhe und Flohkot auskämmen).
  • Die Umgebung gründlich reinigen (Körbchen, Decken, Teppiche, Auto etc.).
  • Bei Befall täglich alle Polster, Schlafplätze etc. gründlich saugen und Textilien bei mindestens 60 °C waschen.
  • Geeignete Flohschutzmittel nutzen (z. B. Spot-on, Tabletten, Halsbänder), am besten in Absprache mit der Tierarztpraxis.

Wichtiger Hinweis für Katzen im Haushalt

Produkte mit Permethrin sind für Katzen hochgiftig und können bereits in geringen Mengen lebensbedrohlich sein!
  • Im Zweifel ein permethrinfreies Mittel wählen.
  • Katzen während und nach der Anwendung getrennt halten.
  • Kontaktpause laut Packungsbeilage und Tierarztpraxis einhalten.

Entwurmung nach der Flohbehandlung

Da Flöhe Bandwürmer (Dipylidium caninum) übertragen können, sollte Ihr Hund nach einer erfolgreichen Flohbehandlung entwurmt werden. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrer Tierarztpraxis über den passenden Zeitpunkt und das geeignete Präparat.

Das Infoblatt zum Speichern und Teilen

Alexandra hat dieses Thema auch als Infoblatt gestaltet. Antippen zeigt es in voller Größe; speichern und weiterschicken dürfen Sie es gern.

Infoblatt „Flöhe beim Hund“ von Hundewegweiser: Aussehen, Lebenszyklus, Anzeichen, Gesundheitsrisiken, Flöhe in der Umgebung, Maßnahmen und Hinweis zu Permethrin bei Katzen.

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Diese Hinweise ersetzen keine tierärztliche Untersuchung. Bei Beschwerden oder im Zweifel wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis, im Notfall an eine Tierklinik (siehe Nützliche Kontakte). Möchten Sie etwas in Ruhe besprechen? Mehr unter Beratung.

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